Pfarrkirche in Bayerisch Eisenstein

Die katholische Pfarrkirche in Bayerisch Eisenstein im ArberLand Bayerischer Wald ist dem Schutzpatron "St. Johannes Nepomuk" geweiht und wurde im Jahr 1909 fertig gestellt.

Die erste Kirche in Bayerisch Eisenstein

  • Auf Anordnung der bayerischen Regierung musste Hofmarksherr "Franz Ignaz von Hafenbrädl", dessen Vater Johann Georg 1771 die Hofmark erworben hatte, einen eigenen Hofmarkssitz auf bayerischer Seite errichten.
  • Er baute daraufhin am "Bayerisch Häusl" ein Bräuhaus, Arbeiterhäuser und ein Herrenhaus mit "Schlosskapelle - die erste Kirche" in Bayerisch Eisenstein. Heute steht von ihr nur noch die steinerne Apsis. Das kirchliche Leben fand für die Gläubigen aber weiter in "Böhmisch Eisenstein" statt.
  • 1790: Die "hafenbrädlsche Dorfsiedlung" erhielt den Namen "Bayerisch Eisenstein".

Bau der heutigen Kirche

  • Zwar vergrößerte Hafenbrädl die "Schlosskapelle", doch sehnten sich die Eisensteiner nach einem angemessenen Gotteshaus.
  • 1842-1844: Schließlich wurde eine neue Kirche am "Bayerisch Häusl" gebaut. Nachdem in Folge des Bahnbaues und Eröffnung des Grenzbahnhofes 1877 der heute im Tal liegende Ortskern zunehmend besiedelt wurde, erwies sich diese Kirche jedoch Ende des 19. Jahrhunderts als zu klein und unpraktisch gelegen.
  • 1901: Ein Glücksfall war es da, dass Pfarrer Josef Siebler als Expositus nach Eisenstein kam, denn der war ein Mann von äußerster Tatkraft und nahm sofort die Planungen für einen Kirchenneubau in die Hände. Zudem wollten die Eisensteiner auch eine selbstständige Pfarrei werden.
  • Lange dauerte es, bis man sich endgültig auf einen Bauplatz geeinigt hatte, denn neben dem heutigen Standort stand auch das "Große Feld" (heute Sport Pöschl) zur Debatte. Zur Finanzierung des Kirchenbaus wurden eine Landeskollekte und eine Kirchenbaulotterie durchgeführt. Zudem wurden die Eisensteiner vom Haus Hohenzollern (seit 1872 Besitzer der Hofmark) unterstützt.
  • 1908: Am 28. April konnte mit dem Bau begonnen werden.
  • 1909: Am 10. Juli ertönte dann endlich das Geläut der ersten Glocke vom Kirchturm. Am 14. November wurde die Kirche feierlich benediziert.
  • 1919: Am 19. Oktober vom Regensburger Bischof geweiht. Schutzpatron der Kirche ist der "Heilige Johannes Nepomuk".

Während des 3. Reiches

  • Während der Zeit des Nationalsozialismus sahen sich Pfarrei und Pfarrer zunehmenden Schwierigkeiten mit den Nazis gegenüber, so dass Pfarrer ihre Stelle aufgaben und sich versetzen ließen.
  • 1939: Erst der eingesetzte Joseph Karl meisterte die Schwierigkeiten und blieb bis 1953 in Eisenstein.
  • 1945: Nach dem 2. Weltkrieg kamen mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen erneut schwere Zeiten auf die Gemeinde zu.
  • 1947: Erfreulich war dagegen, dass die große Glocke, die bereits 1917 für Kriegszwecke eingezogen worden war, von Hamburg zurück kam. Damit ist sie die einzige Glocke, die seit der Erbauung der Kirche erhalten ist.

Fall des Eisernen Vorhangs

  • In den folgenden Jahren bis in die Gegenwart engagierte sich die Pfarrei stark, um die Kirche den nötigen Renovierungen zu unterziehen.
  • 1990: Ein historischer Tag war der 3. Februar, an dem sich eine "Menschenkette" von rund 50.000 Leuten zwischen den Kirchen von Bayerisch Eisenstein und Zelezna Ruda (Böhmisch Eisenstein) gebildet hatte und ein gemeinsamer deutsch-tschechischer Gottesdienst gefeiert wurde. Damit war nicht nur der Fall des Eisernen Vorhangs besiegelt, sondern auch die Keimzelle für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit von Deutschen und Tschechen, auch auf kirchlichem Gebiet, geschaffen worden.
  • Noch im gleichen Jahr konnten die Dorf und Markt Eisensteiner ihr "Kirchweihfest" wieder in der Heimatkirche feiern.

Gottesdienste

  • Samstag um 18:00 Uhr und Sonntag um 09:00 Uhr
Anreise:

Adresse

Tourist-Information Bayerisch Eisenstein
Schulbergstr. 1
94252 Bayerisch Eisenstein
Telefon +49 (0)9925 / 9403-16
Fax +49 (0)9925 / 478
info@bayerisch-eisenstein.de
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