Wer hat´s erfunden? - Die Niederbayern

Bayerns weiß-blaue Rautenwappen - seit Jahrhunderten stehen sie für die Einheit des Freistaats. Doch wo entstand eigentlich die Idee der "bayerischen Rauten"? Als erstes führten niederbayerische Grafen das bayerische Markenzeichen in ihrem Wappen - genauer: Die Idee stammt von den Grafen von Bogen.

Bayerisches weiß-blaues Rautenmuster Foto: obx-news

Vor mehr als 900 Jahren führten die niederbayerischen Adeligen die Rauten als Wappen auf ihrem Schild. Das mächtige Geschlecht beherrschte große Gebiete, vom fruchtbaren Gäuboden, über den Bayerischen Wald bis nach Böhmen. Die letzte Gräfin von Bogen, die böhmische Herzogstochter Ludmilla, heiratete im Jahr 1204 in zweiter Ehe den Wittelsbacher Ludwig den Kelheimer. Weil das Paar kinderlos starb, erbte das Geschlecht der Wittelsbacher in diesem Jahr vor genau 770 Jahren nicht nur immensen Landbesitz der Grafschaft, sondern auch das Rautenwappen.

In dem Sammelband "Wittelsbach und Bayern" schrieb der Regensburger Geschichtsprofessor Wilhelm Volkert: "Das bekannteste Abzeichen der bayerischen Herzöge, das schon in spätmittelalterlicher Zeit als Symbol des Landes Bayern verstanden worden ist, sind die Rauten. In wappenmäßiger Darstellung erscheinen sie erstmals auf einem Siegel Herzogs Ludwig II., dessen ältester Abdruck aus dem Jahr 1247 überliefert ist."

Alle Gastgeber

Reisedatum nicht bekannt

Detailsuche   
Bayerischen Wald Premiumpartner
4 Übernachtungen ab 268,- € »