Tier-Freigelände öffnen für Besucher

Die Tier-Freigelände in den Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein sind ab Samstag, 22. Mai, von 9 bis 17 Uhr für Gäste geöffnet – allerdings unter bestimmten Auflagen. Das Hans-Eisenmann-Haus und das Haus zur Wildnis öffnen zum 28. Mai.

Jeder, der die Einrichtungen besuchen will, muss nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung seine Kontaktdaten hinterlassen und erhält auch nur so ein kostenloses Tagesticket. Um Warteschlangen vor Ort zu vermeiden, hat die Nationalparkverwaltung die Möglichkeit einer Online-Buchung eingerichtet. Über die Homepage des Nationalparks können unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de vorab bequem alle Daten und die Anzahl der Begleitpersonen eingegeben werden. Wenn die maximale Anzahl an Tagesgästen erreicht ist, ist eine Buchung nicht mehr möglich. Die Buchungsbestätigung erhält der Gast per Mail. Diese muss in den Anmeldestationen auf den Hauptparkplätzen der Zentren vorgelegt werden. Im Nationalparkzentrum Lusen sind das der P1 und der P2 und im Nationalparkzentrum Falkenstein ist es der Parkplatz an der B11. Alle anderen Nebeneingänge und kleineren Parkplätze bleiben gesperrt.

Maskenpflicht in gekennzeichneten Bereichen

Inzidenzabhängig ist auch die Vorlage eines negativen, höchstens 24 Stunden alten Coronatests, eines Nachweises über eine doppelte Impfung oder eine Genesungsbestätigung nötig. Dies ist derzeit nur im Nationalparkzentrum Lusen im Landkreis Freyung-Grafenau noch der Fall. Dort gibt es für Besucher an den Wochenenden und an den Feiertagen eine Corona-Testmöglichkeit vom Bayerischen Roten Kreuz. Letzter Einlass in die Tier-Freigelände ist um 16 Uhr. Die Zahl der Parkplätze ist begrenzt, eine Anreise ist auch mit dem Igelbus möglich.

Anders als in einem klassischen zoologischen Garten gilt die Maskenpflicht in den Tier-Freigeländen nur dort, wo viele Menschen zusammenkommen oder Mindestabstände nicht eingehalten werden können, wie zum Beispiel an den Aussichtskanzeln bzw. an entsprechend markierten Bereichen. Auf den sonstigen sehr weitläufigen Wegen besteht bei Einhaltung der Mindestabstände keine Maskenpflicht.

Öffnungskonzept in Abstimmung mit den Landratsämtern

Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, freut es sehr, dass in die Besuchereinrichtungen nun wieder Leben einzieht. „Es ist uns in Abstimmung mit den Landratsämtern Freyung-Grafenau und Regen gelungen, ein Öffnungskonzept auf die Beine zu stellen.“ Problematisch war, dass die Tier-Freigelände nach den Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung als zoologische Einrichtungen gelten. „Wir haben aber keinen Zentraleingang, an dem wir alle Besucher registrieren können. Und unsere Gehegezone ist auch nicht eingezäunt.“ Dennoch ist die Nationalparkverwaltung dazu verpflichtet, die Kontaktdaten der Besucher zu erfassen und sicherstellen, dass sich nur registrierte Personen in den Zentren aufhalten.

Mit dem Tagesticket ist es auch möglich, ab Sonntag, 23. Mai, im Nationalparkzentrum Lusen ein Ticket für den Baumwipfelpfad zu kaufen. Ab dem 28. Mai ist es in Abstimmung mit den Gastronomen in den beiden Nationalparkzentren geplant, das Hans-Eisenmann-Haus sowie das Haus zur Wildnis zu öffnen. Dann ist mit dem Tagesticket auch dort der Zutritt möglich. Im Haus zur Wildnis ist allerdings wegen Bauarbeiten in der Ausstellungshalle lediglich die obere Ebene inklusive Laden zugänglich. Auch das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald öffnet am 28. Mai.

Museen dürfen nur bei stabilen Inzidenz unter 100 öffnen

Generell ist eine Öffnung des Hans-Eisenmann-Hauses, des Haus zur Wildnis und des Waldgeschichtlichen Museums nur bei einer stabilen Inzidenz unter 100 möglich. Aktuelle Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Nationalparks. In allen drei Häusern ist nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern zulässig, es gelten entsprechende Hygienekonzepte. Sollte eine Öffnung möglich sein, dürfen sich Besucher auf neue Ausstellungen freuen. Im Hans-Eisenmann-Haus gibt es bis zum 25. Juli Bilder von Michael Morasch unter dem Motto „Wild und gefährdet. Heimische Orchideen“ zu sehen, im Waldgeschichtlichen Museum stellt Gabi Hanner bis zum 19. September Bilder zum Thema „Der gefühlte Wald“ aus.