Buchen

Bier- und Eiskeller in der Kreisstadt Regen

Das dürfte wohl einzigartig in der gesamten Region, wenn nicht Bayern weit sein! In der Pfleggasse der Kreisstadt Regen, sind sage und schreibe 21 Bier- und Eiskeller angelegt.

Eingang zum Bier- und Eiskeller in der Kreisstadt Regen
Eingang zum Bier- und Eiskeller in der Kreisstadt Regen

Beschreibung

Heutige Nutzung der Keller

  • seit November 2009: Die Postkellerfreunde Regen e.V., graben die vergessenen Schätze wieder aus, im wahrsten Sinne des Wortes.
  • Führungen: Die Postkellerfreunde bieten regelmäßig öffentliche Führungen für Gruppen ab 10 Personen gerne auch nach Vereinbarung an. Als Belohnung gibt es nach jeder Führung ein kellerfrisches Bier zu probieren!
    Treffpunkt: jeweils beim Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum
  • seit März 2013: Trauen Sie sich im "Trau-Keller"
    Im Breinwirtkeller sind standesamtliche Trauungen in einzigartigem Ambiente möglich.
    Infos dazu finden Sie hier!

Geschichte und Zweck der Keller

  • Etwa 300 Jahre sind die Gewölbekeller alt, kunstvoll gemauert aus dem Regenbühl Gneis - einer Gesteinsart - die es nur in Regen gibt.
  • Bis vor etwa 60 Jahren wurden die Keller von Privatleuten, Wirtshäusern, Lebensmittelgeschäften und natürlich von den Brauereien genutzt, deren große Anzahl dürfte auch für die hohe Kellerdichte verantwortlich sein.
  • Im Jahr 1850, hatte Regen 14 Brauereien bei 1.500 Einwohnern, d. h. auf 115 Regener kam eine Brauerei. In München gab es zur selben Zeit eine Brauerei auf 700 Bürger. Es sieht so aus, als hätten sich die Regener hauptsächlich vom Bier ernährt, die Vielzahl der Brauereien ergab sich jedoch aus der wirtschaftlichen Bedeutung, die der Markt Regen einst hatte.

Regen war wirtschaftlicher Mittelpunkt

  • im Bayerischen Wald. Über das Jahr verteilt, fanden am Marktplatz elf große Viehmärkte statt, bei denen bis zu 400 Ochsen verkauft wurden.
  • Es gab dazu parallel einen Lein- und Garnmarkt und viele kleinere Märkte, zu denen aus der gesamten Region Menschen in den Ort strömten. Die Märkte verloren etwa um 1900 an Bedeutung, die Brauereien wurden weniger und mit dem Einzug des elektrischen Stroms brauchte man die Keller nicht mehr, sie wurden einfach vergessen.
  • Außerdem lag Regen direkt am Handelsweg Böhmen-Bayern. Alle, die auf diesem Weg unterwegs waren, mussten über die Regenbrücke in den Markt hinein. Bei so vielen Menschen war der Bierverbrauch natürlich recht erheblich, und jede der 14 Brauereien hatte ihr Auskommen.

Karte & Anreise

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Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG

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