Buchen

Burgruine Neurandsberg

Der Kern der Burg Neurandsberg bestand aus einem Wohn- und Repräsentationsbau, dem Burghof, dem Hauptturm (Bergfried) und der inneren Ringmauer.

Beschreibung

Burg Neurandsberg mit Wallfahrtskirche Mariä Geburt

Die Burg Neurandsberg kann bei regelmäßigen Führungen besichtigt werden.
Die Führungen sind für Gruppen auch nach Anmeldung jederzeit möglich, Anfragen per Telefon unter 09963 / 91062

Die Wallfahrtskirche ist an Sonn- u. Feiertagen geöffnet, die übrigen Zeiten ist sie durch ein Gitter einsehbar.

Geschichte der Burg Neurandsberg

  • um 1330: Die Burg wurde vom Rittergeschlecht der Rampsperger erbaut und blieb bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts in deren Besitz. Anschließend übernahmen die Wittelsbacher Herzöge die Herrschaft und setzten verschiedene Verwalter ein.
  • 1582: An die westliche äußere Zwingermauer wurden drei Gefängnisse angebaut (südwestlich vom Bergfried). Die Burg diente anschlißend für kurze Zeit als Gefängnis für Schwerverbrecher und sonstiges Gesindel.
  • 1615: Das Gefängnis wurde aufgelassen und die Straftäter nach Mitterfels überführt.
  • 1633: Im Schwedenkrieg wurde die Burgfeste eingenommen und zerstört. Es wird berichtet, dass sich die Schweden hierbei auf dem sogenannten "Gfällfeld" bei Untergschwandt verschanzten und die Burg einen Tag belagerten. Länger konnte die Burg nicht verteidigt werden. Seither ist sie nur mehr eine Ruine.
  • 1698: Vom Mitterfelser Pflegekommissär Erttl erging an den Kurfürsten Max Emanuel die Bitte, die unterhalb der zerstörten Burg stehende "Holzkapelle" neu aufzubauen, weil ansonsten die sich stark neigende Schlossmauer das Kirchlein zu erschlagen drohe. Die östlichen Mauern wurden abgetragen und mit diesen Steinen baute man diese noch heute erhaltene Wallfahrtskirche Mariä Geburt.
  • Heute: ist die Burgruine im Besitz der Gemeinde Rattenberg und bildet einen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, vor allem Fledermäuse fühlen sich in den Kellern und Mauern heimisch.
  • Chronik Ramsperger Rittergeschlechts (PDF)

Rekonstruktion - Burg Neurandsberg

  • Der Wohnbau bildete mit drei Außenwänden gleichzeitig den Teil der Ringmauer. Im südlichen Teil des Wohnbaus finden sich im oberen Bereich 4 große Fensteröffnungen. Diese Fenster deuten auf einen Saal im Obergeschoß hin.
  • Der Torbau war sicherlich zur Verteidigung mit Pechnasen oder Gußlöchern versehen.
  • Als Vorratskammer für Lebensmittel standen 2 Kellergewölbe des Hauptturms zur Verfügung.
  • Für die Wasserversorgung war kein Brunnen sondern nur eine Zisterne zur Sammlung des Regenwassers vorhanden.
  • Wichtig für die Verteidigung der Burg war der Zwinger (Flächenstreifen zwischen der inneren Ringmauer und der Zwingermauer. Die Zwingermauer grenzte die Burg vom abfallenden Gelände ab.
  • Neurandsberg zeigt noch 4 der charakteristischen Türme. Diese Schalentürme erreichten nicht die Höhe der inneren Burg und waren nur mit einem Offenen Zinnenkranz bekrönt.

Karte & Anreise

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