Buchen

Ehemalige Burganlage Vormhaus

Im 12. und 13. Jahrhundert stand südlich vom heutigen Untergriesbach eine hochmittelalterliche Burg, die nach ihrer vermutlich gewaltsamen Zerstörung um die Mitte des 13. Jahrhunderts völlig abgetragen wurde.

Beschreibung

Übrig geblieben sind ein ca. 800 m² großes Plateau auf dem vorderen Teil des Bergsporns über dem Gressenbachtal und ein nach Norden gestaffeltes Wall-Grabensystem, das zur Verteidigung der Zuwegung gedacht war.

Geschichte der Burg Griesbach

  • Schriftlichen Überlieferungen zufolge, gehörte die ehemalige Burganlage dem mächtigen Adelsgeschlecht der Griesbacher, dessen Mitglieder in verschiedenen oberösterreichisch-niederbayerischen Urkunden jener Zeit als Zeugen auftraten.
  • Die Geschichte des Bauwerks ist dennoch weitgehend unbekannt. Lediglich zweimal Anfang des 13. Jahrhunderts (1217 bzw. 1220) wird die Burg Griesbach namentlich genannt, als der Passauer Fürstbischof Ulrich II. um ihre Herrschaft buhlt. Danach wird sie nie wieder erwähnt.
  • Im nördlichen Teil, angelehnt an die Wehrmauer, war vermutlich der Wohnsitz der Herrschaft.
  • In der Mitte des Burgareals muss, wie Bauspuren belegen, ein mächtiger Bergfried gestanden haben.
  • Dem Fundinventar zufolge, war die Burg etwa zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert bewohnt. In diese Zeit gehören neben den zahlreich geborgenen Tonscherben, auch: vier Passauer Silberpfennige, eine seltene ungarische Kupfermünze mit pseudokufischer (alt-arabischer) Schrift des Königs Bela III., ein bronzener Pferdezaumzeughalter mit plastischer Drachendarstellung und zwei kleine Beinkämme mit Kreisaugenverzierung.

Grabungen

  • 1994-1996: Es wurden von der Kreisarchäologie Passau mehrere Sondierungsgrabungen auf dem hiesigen Burgplateau durchgeführt, um diesbezüglich neue Informationen zu gewinnen: Dabei zeigte sich, dass die Burg ursprünglich von einer dem Gelände angepassten, 1,10/1,60 m starken Ringmauer umgeben war, die nach innen einen hölzernen Wehrgang besaß.
  • 1996: Die Teilrekonstruktion der jetzigen Mauerzüge wurde entworfen und von der damaligen Grabungsmannschaft der Kreisarchäologie Passau durchgeführt.

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