Buchen

Filialkirche Krailing

Wie in früherer Zeit zu jeder Hofmark ein Kirchlein gehörte, so trifft dies auch für den Edelsitz Krailing in der Gemeinde Prackenbach zu.

Die Kirche ist in den Kunstdenkmälern Bayerns (Bezirksamt Viechtach), auf den Seiten 46-50 inventarisiert.

Geschichte der Kirche "St. Peter und Paul"

  • Es handelt sich ursprünglich um eine mittelalterliche Anlage.
  • 1486: Die erste Kapelle wird urkundlich erwähnt.
  • 1691: Größere Veränderungen erfolgten. Zur gleichen Zeit wurde auch der Kirchturm gebaut.
  • 1889: Weitere umfassende Eingriffe wurden durchgeführt. Im Zuge dieser Maßnahme wurde das Langhaus um 2 Joche nach Westen hin verlängert.
  • 1979-1981: Die Kirche wurde von der Filialgemeinde innen und außen gründlich renoviert, so dass heute den Besucher ein schmuckes Gotteshaus einlädt.

Ausstattung

  • Im ältesten Teil der Kirche (heutiger Altarraum), ist ein quadratisches Kreuzgewölbe eingezogen. An der Nordseite befindet sich ein gotisches Sakramentshäuschen.
  • Der Hochaltar ist ein dreiteiliger Aufbau mit Aufsatz und zwei kannelierten Säulen mit Kapitellen. Im Mittelteil ist eine Nische mit Kreuzigungsgruppe. Die beiden Seitennischen sind mit den Figuren "Petrus und Paulus" besetzt. Unter der Mittelnische ist die Tabernakelanlage. Als Bekrönung des Altaraufbaus dient ein Lamm mit einer Fahne.
  • Das Langhaus mit Holzkassettendecke, ist rechteckig und relativ schmal.
  • Die beiden Seitenaltäre sind schlank und relativ schmal. Die Mittelteile bestehen jeweils aus Nischen mit dem "Heiligen Josef und Jesuskind" (rechts) und der "schmerzhaften Muttergottes" (links). Je zwei kannelierte vergoldete Säulen mit Kapitellen umrahmen die Seitenaltäre, die ebenso wie der Hauptaltar mit Mensakreuzen, zahlreichen Goldstäben und Goldgehängen gegliedert sind.
  • Die Kanzel mit Kanzelkorb, mit Rückwand und Aufgang mit Brüstung, befindet sich auf der Nordseite. Der flache Schalldeckel ist mit Füllungen, Goldstäben und dem "Hl. Geist" geschmückt. An der Brüstung sind die vier Evangelisten abgebildet. Die Untersicht des Kanzelkorbes ist mit Ornamentik geschmückt.
  • An der Westseite ist die Orgelempore mit Holzbrüstung auf Steinsäulen gestützt: Das Orgelgehäuse besteht aus einem dreiteiligen Aufbau mit geschweiften Gesimsen und umlaufenden Goldstäben. Beim rechten Seitenaltar ist an der Wand ein Votivbild gemalt, auf dem ein Schloss abgebildet ist.
  • Die gesamte Innenausstattung ist neuromanisch und entstand mit der Umbaumaßnahme 1889.

Der "Karner" (Beinhaus),

  • steht südöstlich neben der Kirche. Beinhäuser gab es früher auf nahezu allen Friedhöfen.
  • Von kulturgeschichtlich großer Bedeutung im Karner von Krailing ist allerdings der Schalenstein, über den man in den Kunstdenkmälern Bayerns (Bezirksamt Viechtach, Seiten 46-50) eine Anmerkung findet.
  • 1987: Karner und Schalenstein wurden nach Maßgabe des Denkmalamtes gründlich restauriert.

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