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Geschichte der Pfarrei Eisenstein

Die Geburtsstunde der Pfarrei und Pfarrkirche Eisenstein war zwar im Jahr 1909, die Anfänge der Eisensteiner Kirchengeschichte reichen aber viel weiter zurück. Damals war Eisenstein noch eine Hofmark.

Die "Hofmark Eisenstein"

  • So bezeichnete man einen Selbstverwaltungsbezirk eines Adeligen oder auch eines Klosters.
  • 1694: Der damalige Hofmarksherr Graf Nothaft, ließ in Böhmisch Eisenstein eine aus Holz gezimmerte Kirche bauen. Diese der himmlischen "Jungfrau Maria" geweihte Kirche, bildete die Mutterkirche für das ganze Eisensteiner Gebiet. In pfarrlicher Hinsicht gehörten die Siedler des bayerischen Teils der Hofmark zur Pfarrei Böhmisch Eisenstein, die wiederum Teil der Diözese Regensburg war.
  • 1732: Man feierte die Einweihung einer massiven, aus Stein gemauerten Kirche. Noch heute bildet diese Kirche mit ihren charakteristischen Zwiebeltürmen das Wahrzeichen von Zelezna Ruda (Markt Eisenstein).

Teilung der "Hofmark Eisenstein"

  • 1764: Es kam zu einer Teilung der Hofmark Eisenstein zwischen Bayern und Böhmen. Auf bayerischer Seite befanden sich zu dieser Zeit neun Anwesen, woraus sich wahrscheinlich die volkstümliche Bezeichnung Bayerisch Häusln abgeleitet hat. Die pfarrliche Einteilung blieb bestehen, ebenso die Verwaltung unter einem Hofmarksherrn.
  • Auf Anordnung der bayerischen Regierung musste Hofmarksherr Franz Ignaz von Hafenbrädl, dessen Vater "Johann Georg" 1771 die Hofmark erworben hatte, einen eigenen Hofmarkssitz auf bayerischer Seite errichten.
  • Er baute daraufhin am Bayerisch Häusl ein Bräuhaus, Arbeiterhäuser und ein Herrenhaus mit Schlosskapelle - die erste Kirche in Bayerisch Eisenstein. Heute steht von ihr nur noch die steinerne Apsis. Das kirchliche Leben fand für die Gläubigen aber weiter in Böhmisch Eisenstein statt.
  • 1790: Die hafenbrädlsche Dorfsiedlung erhielt den Namen Bayerisch Eisenstein.
  • 1806: Ein wichtiges Ereignis für die Eisensteiner Kirchengeschichte war die Stiftung der Arberkapelle durch Maria Elisabeth von Hafenbrädl. Seither ist die Arber-Bergkirchweih ein Bestandteil, der nicht mehr aus dem Eisensteiner Festkalender weg zu denken ist.

Trennung von der Mutterpfarrei

  • 1809: War ein sehr bedeutsames Jahr, denn Bayerisch Eisenstein wurde von der Mutterpfarrei Böhmisch Eisenstein losgelöst und als "Expositur" der Pfarrei Lam einverleibt.
  • 1831: Zunächst war es noch eine "provisorische Expositur", bis die Errichtung einer "Schulexpositur" (Expositus ist auch Lehrer an der Schule) in die Wege geleitet wurde.
  • 1869: Es erfolgte die Trennung des Schuldienstes von der Expositur. Erster Expositus war der von Franz Ignaz von Hafenbrädl angeworbene Schlosskaplan Josef Piller.

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