Buchen

Klosterkirche in Niederalteich

Der Bau der heutigen Klosterkirche (Basilika) St. Mauritius im Deggendorfer Land begann mit der Errichtung des Chores von 1260-1270. Das mächtige Langhaus entstand 1295-1306 und fand seinen Abschluß 1326 mit der Weihe.Es handelt sich um eine der frühesten gotischen Hallenkirchen Bayerns.

Informationen zur Klosterkirche (Basilika) St. Mauritius:

  • Der Chor: war von Anfang an gewölbt, während das Langhaus bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts eine Holzdecke besaß. Erst Abt Paulus Gmainer (1550-1585) ließ das Langhaus einwölben.
  • Von 1718-1724 wurde die Kirche im Inneren auf das prächtigste barockisiert. Die mittelalterlichen Außenmauern mit den mächtigen Strebepfeilern blieben erhalten. Man ummauerte die gotischen Bündelpfeiler, zog barocke Gewölbe ein und schuf die Emporen über den Seitenschiffen.
  • Stuckierung: im Stil des Bandlwerks besorgten die Brüder Giovanni Battista und Sebastiano d’Allio aus dem Innviertel.
  • Deckenbilder: mit einer Gesamtfläche von 1.530 m² schuf Wolfgang Andreas Heindl, aus Wels, in zwei Sommern.
  • Hochaltar: Der mächtige, 19 m hohe Altar ist 1703 in Stadtamhof (Regensburg) entstanden und per Schiff nach Niederalteich gekommen. Das Altarbild von 1675 hat das gewaltige Ausmaß von 580 cm Höhe und 340 cm Breite.
  • Schnitzfiguren: Den Altar flankieren die überlebensgroßen Figuren St. Benedikts und seiner Schwester Scholastika. Das darüber befindliche Auszugsbild ist um 1720 entstanden.
  • Kanzel: Die reich geschmückte Kanzel wurde um 1690 geschaffen.
  • Seitenschiffe: in diesen befinden sich insgesamt acht Altäre. Etwas Besonderes an den Seitenaltären sind die verglasten Schreine mit den sogenannten heiligen Leibern. Das sind Skelette von angeblichen Märtyrern, welche in den römischen Katakomben gefunden wurden und 1723 nach Niederalteich kamen.
  • Orgelgehäuse: Im barocken Orgelgehäuse befindet sich ein 1985 entstandenes, mechanisches Werk von Georg Jann aus Alkofen, mit 48 Registern, 4 Manualen und 3.555 Pfeifen.
  • Kirchengestühl: Sehr prächtig mit üppigen, geschnitzten Akanthusranken an den Docken und Blumenornamenten an den Vorder- und Rückwänden der Bankreihen. Es wurde zusammen mit den Beichtstühlen von Bruder Pirmin Tobiaschu und seinen Gehilfen gefertigt.
  • Sakristei: sie gehört zu den schönsten ihrer Art im süddeutschen Raum und ist ein Werk von Altbayerns bedeutenstem Barockbaumeister Johann Michael Fischer aus München. Das flache, dreiteilige Kappengewölbe trägt Fresken von Wolfgang Andreas Heindl. Die Stuckierung lag in den bewährten Händen der Brüder d’Allio. Die herrlichen Eichenschränke wurden zwischen 1724 und 1727 geschaffen.

Tagesausflüge und Führungen:

Es können besichtigt werden:

  • Barockbasilika mit Sakristei und Oberkirche (nur mit Führung zugänglich)
  • Byzantinische St.-Nikolaus-Kirche

Die Dauer der Führungen beträgt für jede Kirche nach Vereinbarung zwischen 30 und 60 Minuten. Ein informativer Kirchenführer ist im Klosterladen erhältlich.

Nach der Besichtigung können Sie im Klosterladen stöbern und sich in der Gaststätte "Klosterhof" mit idylischem Biergarten stärken.

Weitere Informationen:

Karte

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