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Kristallglasmanufaktur Theresienthal

Aus der Tradition der fliegenden Hütten, entstand die Glasmacherkunst Theresienthals. Zur Glasproduktion wurden große Mengen an Holz benötigt, um die Schmelzöfen zu befeuern und den Glasgrundstoff Pottasche herzustellen - nicht durch Zufall entwickelte sich der Bayerische Wald im Mittelalter zur Glasregion.

Herstellung von hochwertigen Gläsern in der Kristallglasmanufaktur Theresienthal
Herstellung von hochwertigen Gläsern in der Kristallglasmanufaktur Theresienthal

Beschreibung

Geschichte der Glashütte Theresienthal

  • 1836: Im September gründet Franz Steigerwald eine solche Hütte als Manufaktur, mit dem Namen "Theresien Thal", benannt nach der bayerischen Königin Therese, Gemahlin von Ludwig I.
  • 1839: Der Bruder von Franz, Wilhelm Steigerwald, war als als technischer Werkführer tätig.
  • 1861: Auf Franz Steigerwald folgt Michael von Poschinger. Der Glasbaron übernimmt Theresienthal und gewinnt zahlreiche Preise auf internationalen Ausstellungen. Illustre Kunden bestellen bei Theresienthal: Ludwig II. lässt sein Schloss Linderhof mit einem Glasservice ausstatten. Russlands Zarenhof bestellt das edle Kristallglas. Und Frankreichs letzte Kaiserin Eugenie erwirbt in ihrem englischen Exil eine Uhr komplett aus Glas.
  • 1973: Die Ära der Familie von Poschinger in Theresienthal endet. Max Gangkofner, damaliger Leiter der renommierten Glasfachschule Zwiesel, übernimmt die Manufaktur. Er beteiligt die Porzellanfabrik Hutschenreuther am Unternehmen.
  • 1983: Theresienthal wird vollständig von Hutschenreuther übernommen.
  • 1997: Hutschenreuther trennt sich von Theresienthal. Einige Investoren folgen, bleiben jedoch erfolglos.
  • 2000-2001: Nach zwei Insolvenzen wird die Produktion eingestellt. Die Glasmacher Theresienthals werden entlassen. Als das Feuer der Glasöfen in Theresienthal nach der Insolvenz 2001 erloschen ist, geben einige der entlassenen Glasmacher ihr Traditionsunternehmen nicht auf. Während ihrer Arbeitslosigkeit pflegen sie die Geräte in der Fabrik weiter.
    Was die Theresienthaler unter Beweis stellen, sind ihr Können, ihre Eigeninitiative und ihr Verantwortungssinn. Das beeindruckt die Eberhard von Kuenheim Stiftung (Stiftung der BMW AG). Gemeinsam mit zahlreichen Partnern fördert sie dieses Engagement.
  • 2004: Im Juli wird die gemeinnützige Stiftung Theresienthal gegründet, die für den langfristigen Erhalt der Glasmacherkunst und des Kulturguts Theresienthal Sorge tragen soll. Die Öfen werden angeheizt: der "Mythos Theresienthal" kann weiterleben.

Märchenhafte Glaswelten

Glaskunst im Bayerischen Wald

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