Buchen

Pfarrkirche "St. Michael" Röhrnbach

Am südlichen Ende des Marktplatzes von Röhrnbach, erhebt sich auf einer Anhöhe die ansehnliche Pfarrkirche "St. Michael".

Beschreibung

Geschichte und Ausstattung

1747-1752: Kirchenbau

  • Die Kirche wurde anstelle eines alten, rissigen Gotteshauses nach Plänen des Passauer Domkapitelbaumeisters Johann Michael Schneidmann erbaut. Bauherr war der rührige Pfarrer Urban Klissenbauer (* 1690 zu Kirchschlag in Böhmen, + 1760 in Röhrnbach).
  • Der dreischiffige Gewölbebau, vermittelt eine Raumwirkung von Weite und Höhe. Der mit einer eingeschnürten Kuppel bekrönte Turm, ist bis zur Firsthöhe des Kirchendaches mittelalterlich.
  • An der Westseite der Kirche sind, den Turm flankierend, zwei Kapellen angebaut. Die spiegelgewölbten Räume haben quadratischen Grundriss. Sie entstanden nach einer Inschrift auf einem der Türstürze 1735, also noch vor dem Neubau der Kirche. Der Raum südlich des Turmes ist die so genannte Seelenkapelle, der andere dient heute als Sakristei.

1970-1972: Renovierung der Kirche

  • Dabei wurden die ehemalige Sakristei und die Eingangshalle, die südlich und nördlich des Chores lagen, mit in die Seitenschiffe einbezogen. Diese sind jetzt nicht mehr drei-, sondern vierjochig.
  • Auch die obere Empore wurde damals abgetragen. Die neue Ausstattung des Chores, nämlich Volksaltar, Tabernakel, Apostelleuchter, Ambo (Kanzel), Lesepult, Sedilien (Sitze im Altarraum), Taufstein und das Kreuz an der Chorwand schuf Bildhauer Leopold Hafner 1972.

2010-2011: Innenraum-Renovierung

  • Die Kirche wurde innen umfassend renoviert und zum Teil künstlerisch neu betont. Ein Beichtstuhl wurde umfunktioniert zu einem kleinen Medienzentrum. Die Ölbergkapelle behielt ihre Funktion für die Karwoche, für die übrige Zeit aber wurde sie umgestaltet in einen Marienandachtsraum mit einer wertvollen neu restaurierten Madonnenfigur.
  • Was die künstlerische Ausgestaltung des Kirchenraums betrifft, wurden die Gemälde komplett renoviert und die farbliche Gestaltung, vor allem der Gurtbögen, dem Zustand von ca. 1920 angepasst.
  • Sofort ins Auge fällt das moderne, den Formen und Farben der übrigen barocken Ausgestaltung aber angenehm angepasste neue Altarbild des Rottweiler Künstlers Tobias Kammerer. Nicht mehr das Kreuz ist der Endpunkt, sondern die Auferstehung: das Kreuz ist leer!

Text: Alfred Fuchs (Waldkirchen), Pfarrer Markus Krell (Röhrnbach)
Fotos: Wolfgang Meindl (Röhrnbach)

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