Ab in die Bergwiesen rund um Philippsreut

Der Hitze entfliehen. Heute führt der Wandertipp in die Hochlagen des Naturparks nach Philippsreut, auf über 1000 Meter Meereshöhe. Dort ist es zum einen deutlich kühler als etwa unten an der Donau und es weht auch meist ein kühler Wind. Hier kann man sich auch bei diesem Wetter aus den schattenspendenen Wäldern hinauswagen und sich an der bunten Farbenbracht der Philippsreuter Bergwiesen erfreuen.

Fast jeder Quadratzentimeter der Wiesen rund um Philippsreut ist biotopkartiert, das heißt sie haben für die Artenvielfalt eine sehr große Bedeutung und sind geschützt. Als Naturbegeisterter kommt man dort aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Im Juni blühen dort Schwarze Teufelskrallen, Kleine Klappertöpfe, Wiesenmargeriten, Wiesen-Glockenblumen, Harzer Labkraut und so weiter. Damit man in dieser Wunderwelt der Wiesen den Überblick behält, empfiehlt der Naturpark ein Bestimmungsbuch einzupacken. Für die technikaffinen Besucher ist die Pflanzenbestimmungs-App „Flora Incognita“ für Smartphones zu empfehlen. Natürlich kann die Blumenpracht am besten von den Wegen aus betrachtet werden.

Wegbeschreibung der Rundwanderung

Gestartet wird vom Wanderparkplatz bei der Tussetkapelle. Von dort dem Wanderweg 1, der zu Beginn gleichzeitig ein Kreuzweg ist, folgen. Nach wenigen hundert Metern wird der Wanderweg 1 verlassen.

Man folgt der Kreuzwegbeschilderung und einem wundervollen Waldpfad hinauf. Wenig später erreicht man den Waldrand. Dort biegt man links in einen Wiesenweg, der sich entlang des Waldrandes schlängelt, ab.

Eine halbe Stunde später, erreicht man wieder den Wald und folgt dem Wanderweg 1 zurück ins Dorf.

In der Nähe der Kirche gibt es dann noch die Möglichkeit ein paar hundert Meter in Richtung Kläranlage zu laufen. Dort wartet noch eine einzigartige Wiese, auf der derzeit Dutzende Breitblättrige Knabenkräuter, eine seltenen und geschützten Orchideenart, blühen.

Die Runde hat etwas mehr als 4 km. Höhenmeter sind es um die 120. Ohne große Pausen braucht man etwa 1,5 Stunden. Damit hat man noch genug Zeit, um auf dem Rückweg in einen See zu springen.