Weidesaisonstart für Rotes Höhenvieh
Rinderherde heuer erstmals auch auf dem Albrechtschachten im Einsatz
Die neuen Weideflächen auf dem Albrechtschachten schmecken der Nationalpark-Herde des Roten Höhenviehs offensichtlich gut. © Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald.
Lindberg. Richtig gut schmeckt dem Roten Höhenvieh offensichtlich ihre neue Weide auf dem Albrechtschachten. Die historische Waldweidefläche wurde in diesem Jahr neu ins Beweidungsprogramm des Nationalparks aufgenommen. Seit wenigen Tagen befinden sich nun insgesamt sieben der robusten Tiere dort und helfen, die bedeutsamen Flächen offen zu halten. Neben dem Albrechtschachten weiden die Tiere bis in den Herbst hinein auch noch auf dem Ruckowitz- und dem Hochschachten.
„Hier auf dem Albrechtschachten dominiert aktuell sehr stark die Heidelbeere“, erklärt Tobias Windmaißer, der in der Nationalparkverwaltung unter anderem für die Offenlandpflege zuständig ist. „Wie wir von den anderen beiden bereits seit einigen Jahren beweideten Schachten wissen, sind unsere tierischen Helfer sehr gut darin, solchen Bewuchs in Schach zu halten.“ Ziel sei es nämlich, dass auch zwischen den uralten Hutebäumen des Albrechtschachtens bald wieder typische artenreiche Magerwiesen wachsen können. „Diese Lebensräume sind selten geworden und als Rückzugsort für bedrohte Arten von großer Bedeutung“, erklärt der Naturschützer. „Wie unser die Beweidung begleitendes Vegetationsmonitoring zeigt, hat die Zahl seltener Arten auf den beweideten Flächen auch merklich zugenommen.“ Dies sei eine Bestätigung für die Beweidung, die der Nationalpark 2014 etabliert und seither sukzessive ausgeweitet hat.
„Es freut mich sehr, dass wir heuer den Albrechtschachten ebenfalls in unser Beweidungsprogramm aufnehmen konnten“, ergänzte Nationalparkleiterin Ursula Schuster, die den Weidestart ebenfalls verfolgte. „Normalerweise kommen unsere Tiere erst rund einen Monat später vom Tier-Freigelände in Ludwigsthal hier in die Hochlagen. Durch die zusätzlichen Flächen auf dem Albrechtschachten konnten wir nun aber schon ein paar Wochen früher starten.“ Sie bedankte sich am Ende des erfolgreichen Umzugs bei den Mitarbeitern des Tier-Freigeländes und dem Servicezentrum Falkenstein, die die Herde des Roten Höhenviehs gekonnt und routiniert von Ludwigsthal zum Albrechtschachten transportierten.
Ein Video des Umzugs der Tiere finden Sie auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks Bayerischer Wald.
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
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