Werke, die sich der Wildnis hingeben

Vernissage zur Ausstellung „Promenadologie“ von Lea Kramhöller

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Freuten sich über viel Besuch bei der Vernissage: Musiker Emanuel Saß (von links). Sabine Eisch, Leiterin vom Haus zur Wildnis, Künstlerin Lea Kramhöller und Nationalparkleiterin Ursula Schuster. © Bildautor: Melissa Paintinger

Ludwigsthal. Für die aus Regen stammende Künstlerin Lea Kramhöller ist es die erste Solo-Ausstellung. Unter dem Titel „Promenadologie“ zeigt sie im Haus zur Wildnis einen farbintensiven Spaziergang. Zur Eröffnung der Schau kamen am Samstag rund 60 Kunstinteressierte in die Nationalparkeinrichtung.
 

„Unser Anliegen ist es auch neben etablierten Künstlern, jungen Nachwuchstalenten einen Raum zu geben, in dem sie ihre Werke zeigen können“, sagte Nationalparkleiterin Ursula Schuster bei ihrer Begrüßung. „Und die Werke eines solchen Talents werden das Haus zur Wildnis in den kommenden Wochen bereichern.“ Wie nehmen wir unsere natürliche Umwelt wahr? Wie empfinden wir diese? Welche Gefühle wecken Flora und Fauna in uns? „Auf alle diese Fragen hat Lea Kramhöller Antworten. Ihre abstrakten Kompositionen in Acryl gemalt sprechen für sich. Sie beleuchten die Vielfalt der Natur und zeigen, dass die Künstlerin eine enge Verbundenheit zum Bayerischen Wald hat.“
 

Die Künstlerin gab im Anschluss selbst einen kleinen Einblick in ihr Wirken, erklärte dabei auch die Herkunft des Ausstellungstitels: „Die Promenadologie kommt ursprünglich aus der Landschafsplanung und bedeutet so viel wie Spaziergangswissenschaften.“ Die Malerin selbst verbindet damit vor allem das Thema Achtsamkeit. „Nicht, im Sinne der egozentrischen Meditation, sondern dem Bewusstwerden von dem, was außerhalb uns selbst liegt. Von dem, was nicht von und für uns geschaffen ist, aber von dem wir dennoch Teilhaber sind. Ein großes Ganzes, dem wir beiwohnen dürfen“, so Lea Kramhöller. Die Nationalpark-Natur erinnere sie selbst dabei immer wieder an das eigene kreative Potential. „Der Mensch steht hier nicht im Mittelpunkt, sondern ist gezwungen loszulassen und sich der Wildnis hinzugeben.“ Genau diese Hingebung ist auch in ihren Werken spürbar.
 

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Emanuel Saß. Mit Stücken am Klavier sowie am Gong, Regenmacher und an den Zimbeln brachte er – unterstützt von Josef Kramhöller – die Luft im Haus zur Wildnis spürbar zum Schwingen. Die Ausstellung ist noch bis 8. November zu sehen. Der Eintritt ist frei.


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