Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022

Die Sonderausstellung im Foyer des Naturparkhauses in Zwiesel kann ab sofort bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 24.04.2022 zu den üblichen Öffnungszeiten täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr besichtigt werden.

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Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022. Naturpark Bayer. Wald und LBV Kreisgruppe Regen stellten im Rahmen eines Eröffnungsvortrages den Vogel näher vor. Die Referentin Ruth Waas von der Bezirksgeschäftsstelle des LBV Niederbayern ging auf Aussehen, Verbreitung, Lebensraum, Brutbiologie, Gefährdungen und Schutzmaßnahmen näher ein. Sie gab auch einen Überblick über die Verwandtschaften.

Verbreitung

Der Wiedehopf ist in Bayern nur mit wenigen Brutpaaren vertreten. In seinem riesigen Verbreitungsgebiet von Spanien bis Ostasien bevorzugt er eher wärmere Gefilde, z. B. rund um das Mittelmeer. Mit der aktuell fortschreitenden Klimaerwärmung könnten sich aber durchaus wieder mehr Wiedehopfe bei uns als Brutvögel ansiedeln. Früher gab es ihn auf Offenlandbereichen, die beweidet wurden, öfter. Im Bayerischen Wald wäre dies z. B. im Bereich des Regentales denkbar. Allerdings müssten dazu auch die Lebensräume geeignet sein. Genau darin liegt das Problem, denn die auffallenden Vögel brauchen abwechslungsreiche, offene Landschaften mit stellenweise schütterer Pflanzendecke. So etwas gibt es in unseren intensiv genutzten, nährstoffreichen Agrarflächen kaum mehr.  Ebenso ist die Zahl von Großinsekten stark zurückgegangen. Sie sind die Hauptnahrung des Wiedehopfes.

Aussehen

Das markante Äußere des Wiedehopfes ist von seinem langen Schnabel und dem Federschopf geprägt, den die Vögel bei Erregung auffächern können. Besonders im Flug kommt die schwarz-weiße Flügelzeichnung zur Geltung. Markant ist auch der typische, weit hörbare Ruf „upupup“. Lautmalerisch leitet sich davon auch der lateinische Name ab: Upupa epops.


Naturpark Bayerischer Wald e.V.

Info-Zentrum 3, 94227 Zwiesel