Vortrag
Bilder der fließenden Welt im französischen Fin-de-siècle: Claude Monet
Attenkofer Akademie
Aster Weg 41, 94315 Straubing
Vortragsreihe mit Kunstwissenschaftler Dr. Michael Kausch
Die Nähe Claude Monets zum Fließenden, zum flüssigen Element des Wassers ist bereits durch seine Motivwahl, den von ihm bevorzugten Gegenstand der Wasserlandschaft evident. Doch nicht nur das: Vor allem auch die Feinstruktur seiner Werke – von den eher schnappschussartigen Eindrucksbildern seiner “klassisch” impressionistischen Phase bis zu den späten Seerosenbildern – zeigt eine zunehmende Auflösung und “Verflüssigung” von traditionell fest voneinander abgegrenzten Gestaltformen. Diese Entwicklung beinhaltet eine Integration des Faktors der Bewegung und, damit verbunden, vor allem der Zeit.
Die Analyse weist darauf hin, daß die “Verflüssigung” fester Formen in Weltanschauung und Philosophie, Gesellschaft und bildender Kunst in der Kultur des Fin-de-siècle als durchgängiges Phänomen eines Struktur- bzw. Paradigmenwechsels diagnostiziert werden kann.
Das Phänomen der “Verflüssigung” bzw. die Struktur des Fließenden, “Heraklitischen”, findet sich also generell in der Kulturentwicklung der Zeit um 1900. Weltanschauung und Philosophie, das soziale Leben sowie Kunst und Literatur weisen gleichermaßen Phänomene auf, die einen Übergang vom Denken in Entitäten zum funktionellen Denken, vom Statischen zum Bewegten, von der geschlossenen zur offenen Form aufweisen.
Die Entwicklungen vom Positivismus zur Lebensphilosophie, von einer hierarchisch-statischen zu einer dynamischen Massengesellschaft und von der klassischen Tradition zur Moderne in den KĂĽnsten zeigen klare strukturelle Parallelen.
Die Nähe Claude Monets zum Fließenden, zum flüssigen Element des Wassers ist bereits durch seine Motivwahl, den von ihm bevorzugten Gegenstand der Wasserlandschaft evident. Doch nicht nur das: Vor allem auch die Feinstruktur seiner Werke – von den eher schnappschussartigen Eindrucksbildern seiner “klassisch” impressionistischen Phase bis zu den späten Seerosenbildern – zeigt eine zunehmende Auflösung und “Verflüssigung” von traditionell fest voneinander abgegrenzten Gestaltformen. Diese Entwicklung beinhaltet eine Integration des Faktors der Bewegung und, damit verbunden, vor allem der Zeit.
Die Analyse weist darauf hin, daß die “Verflüssigung” fester Formen in Weltanschauung und Philosophie, Gesellschaft und bildender Kunst in der Kultur des Fin-de-siècle als durchgängiges Phänomen eines Struktur- bzw. Paradigmenwechsels diagnostiziert werden kann.
Das Phänomen der “Verflüssigung” bzw. die Struktur des Fließenden, “Heraklitischen”, findet sich also generell in der Kulturentwicklung der Zeit um 1900. Weltanschauung und Philosophie, das soziale Leben sowie Kunst und Literatur weisen gleichermaßen Phänomene auf, die einen Übergang vom Denken in Entitäten zum funktionellen Denken, vom Statischen zum Bewegten, von der geschlossenen zur offenen Form aufweisen.
Die Entwicklungen vom Positivismus zur Lebensphilosophie, von einer hierarchisch-statischen zu einer dynamischen Massengesellschaft und von der klassischen Tradition zur Moderne in den KĂĽnsten zeigen klare strukturelle Parallelen.
Stadt Straubing
·