Hamlet glaubt, dass sein Vater ermordet worden ist, denn der ist an einer „plötzlichen Krankheit“ gestorben. Als Täter hat er den neuen König und Stiefvater Claudius ausgemacht. Nachts hat er Visionen von seinem Vater: Der behauptet, sein Bruder habe ihn vergiftet. Nun soll Hamlet für ihn Rache nehmen und den Stiefvater töten. Hamlet ermittelt und grübelt, zaudert und provoziert. Er spielt den Wahnsinnigen, um seine Rachepläne zu verbergen. Zunehmend gefällt er sich in der Rolle des großen Zweiflers – und geht schließlich in seinem Drang, die Verhältnisse zu ändern, buchstäblich über Leichen. Er verliert den Boden unter den Füßen. Die Freunde entpuppen sich als Spitzel des Stiefvaters, selbst seine Geliebte Ophelia wird Teil und Opfer des Komplotts. Der Jäger wird selbst zum Gejagten. Hinter jeder Tapete und jedem Vorhang lauschen die Denunzianten. Aus gespieltem wird echter Wahnsinn. Vertrauen kann er keinem mehr. In seiner Besessenheit, den Täter zu entlarven, stürzt Hamlet sich in einen letzten Amoklauf und reißt seine ganze Welt mit in den Untergang. „Der Rest ist Schweigen.“