Der Luchs

Geheimnisvolle Waldkatze. Vor gut 150 Jahren wurde der Luchs (wissenschaftlicher Name: Lynx) im Bayerischen Wald ausgerottet. Im angrenzenden Böhmerwald hielt er sich noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts.

Bestandteil der bayerischen Tierwelt

  • ist der Luchs wieder seit Anfang der 1990-iger Jahre.
  • Als Teil einer länderübergreifenden Luchspopulation besiedelt er den Grenzraum Nordostbayerns. Einzelne Tiere versuchen auch immer wieder sich neuen Lebensraum zu erschließen.

Der Luchs wird vielerorts

  • als scheuer Einzelgänger betrachtet.
  • Jedoch müssen auch Luchse über ihre Nachbarn Bescheid wissen und besuchen deshalb regelmäßig ihre Reviergrenzen. Ebenso glauben viele Menschen, dass der Luchs nur in unzugänglichen Wildnisgebieten zuhause ist. Aber Luchse sind auch dort, wo es sich lohnt, unvorsichtigen Beutetieren hinterher zu pirschen - nicht im tiefen und eher wildarmen Wald, sondern da, wo Wald und Wiese aufeinander treffen.
  • Dass wir Menschen Luchse dabei nur so selten sehen, liegt vor allem an der zeitverschobenen Aktivität der Tiere. Luchse sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs, also in Zeiten, in denen wir Menschen meistens vor dem Fernseher sitzen oder schlafen. Außerdem sind die Tiere dank ihrer hervorragenden Tarnung für uns quasi unsichtbar.
  • Manchmal wird der Luchs mit der Wildkatze verwechselt, dabei lassen sich beide Arten leicht voneinander unterscheiden. Markant sind die kleinen Haarbüschel an den Luchsohren, die sogenannten Pinsel.

Da zu den Beutetieren des Luchses

  • u. a. Rehe zählen, empfinden viele Jäger ihn noch heute als Jagdkonkurrenten.
  • Allerdings vergessen sie dabei, dass ein ausgewachsener Luchs mit einem Jungluchs zusammen nur ein Reh pro Woche erlegen muss, um zu überleben. 
  • Bei Wildunfällen im Straßenverkehr werden täglich ein Vielfaches getötet. 
  • Gehegebesitzer werden von den Luchsberatern unterstützt:
    Beim Schadensfall, d. h. wenn ein Luchs in ein Gehege eingebrochen ist, kümmern sie sich darum, dass der Betroffene vom Staat entschädigt wird. Vorbeugend geben sie aber auch Ratschläge, wie man ein Gehege luchssicher machen kann.

Weitere Informationen: 

Naturpark Bayerischer Wald e.V.
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