Buchen

Waldglashütten-Wanderweg bei Grainet

Der 22 km lange Rund-Themenwanderweg Glas, führt auf landschaftlich sehr interessanten Strecken zu fünf ehemaligen Glashütten-Standorten beim Säumerdorf Grainet im Dreiländereck Bayerischer Wald.

Beschreibung

Tour-Daten Waldglashütten-Rundwanderweg

  • Route: Grainet - Hobelsberg - Kohlstattbrunn - Scheiterwald - Bramandlwiese - Osterbachkanal - Duschlberg - Gschwendet - Große Schanze - Grainet
  • Länge: 22,0 km / Markierung: Glaskelchsympol
  • Informationen: An den fünf ehemaligen Glashüttenstandorten (Grainet-Glasbach, Hobelsberg, Bramandlwiese, Duschlberg und Osterwiesl) stehen Schautafeln, die über die Herstellung und Geschichte des Bayerwaldglases informieren.

Hier erfahren Sie Historisches über die Wanderglashütten (PDF)

Auf den Spuren wandelnder Glashütten wandern

  • Ausgangspunkt: Der Wanderweg beginnt am Glasbach, westlich von Grainet. Schon vor 1449 stand hier eine Glashütte, in der Rosenkranzperlen, Trinkgläser und Butzenscheiben hergestellt wurden.
  • Glashütte in Hobelsberg: Ab Ortszentrum Grainet führt der Weg steil bergauf zum ehemaligen Glashüttenstandort in Hobelsberg. Diese Wanderhütte produzierte ab 1449 Hohlgläser und später auch Destillierkolben. 1642 zog sie wegen Holzmangel weiter zur Bramandlwiese.
  • Kohlstattbrunn: Bergmischwälder begleiten den Wanderer hinauf zum Marien-Wallfahrtsort Kohlstattbrunn. Wie der Name sagt, brannten hier früher Kohlenmeiler.
  • Bramandlwiese: Hinter Kohlstattbrunn biegen wir links ab und gelangen auf einen Forstweg. Durch den sogenannten Scheiterwald (die Scheiter Hacker sorgten für das Brennholz zur Befeuerung der Glashütten), führt die Wanderung am Hang des Berges Haidel entlang zur Bramandlwiese. Hier befand sich zwischen 1643 und 1688 eine Glashütte, die durch Verlagerung der Hobelsberger Hütte entstanden war.
  • Glashütte in Duschlberg: Ausgesprochen romantisch ist der Wanderweg entlang des Osterbachkanals, ein Triftkanal aus dem Jahr 1767. In Duschlberg haben Sie die Möglichkeit zur Einkehr. Die um 1677 erbaute Glashütte in Duschlberg, kaufte im Oktober 1700 Michael Müller aus Winterberg. Der zu seiner Zeit berühmteste und wohl vermögenste Glasmachermeister, hätte die Duschlberger Hütte zu Erfolg bringen können, denn sein Rubin- und Cristallglas fand in ganz Europa und sogar im Orient genügend Käufer. Weil er vom Fürstbischof Johann Philipp Graf von Lamberg den geforderten Hütten- und Aschenwald nicht bekam, verkaufte er die Glashütte 1701 an seinen Vetter Jakob Kargus. Dieser betrieb die Duschlberger Hütte bis 1710.
  • Glashütte am Osterbach: Noch im gleichen Jahr baute Jakob Kargus eine neue Glashütte vom bisherigen Standort 1 km entfernt am Osterbach.
  • Johann Georg Göschl aus Neureichenau, kaufte 1729 von Jakob Kargus die Duschlberger Glashütte. Nach mehreren gescheiterten Besitzern wurde der Glashüttenbetrieb 1758 eingestellt. Der Besitz wurde an die umliegenden Bauern verkauft. Das Herrenhäusl bekam 1759 der Jäger Johann Kellermann aus Fürholz.
  • Nach dem letzten Glashüttenstandort überqueren wir den Osterbach und erreichen Gschwendet. Der Name leitet sich von schwenden ab, was Roden durch Brand bedeutet.
  • Der Weg führt weiter zur Großen Schanze, eine frühere Befestigungsanlage zur Sicherung des Haid-Weges nach Südböhmen. Fürstbischof Leopold I. ließ sie zu Beginn des 30-jährigen Krieges (1618-1648) errichten.
  • Über Kurzsäge geht der Wanderweg zum Ausgangsort zurück.

Karte & Anreise

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