Starkbierzeit im Bayerischen Wald

Mit dem Ende des Faschings am Aschermittwoch, fällt der Startschuss für eine wichtige bayerische Tradition: 

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Höhepunkt beim Starkbieranstich in Mauth ist die Rede des Fastenpredigers

Starkbierausschank und Starkbierfeste

  • Schon im 7. Jahrhundert wussten irische Mönche aus eigener Erfahrung, dass Bier nicht nur gegen Durst, sondern auch gegen Hunger hilft.
  • Davon überzeugten sich auch bald die deutschen Ordensbrüder. Sie achteten stets darauf, immer einen ausreichenden Vorrat kräftigendes Bier zu haben. Vor allem für die 'Fastenzeit', in der das flüssige Brot zur wichtigsten Nahrung wurde. Dabei hielten sich die Mönche streng an die Regeln der Kirche. Es galt nämlich der Grundsatz: 'Flüssiges bricht das Fasten nicht'. So wurde mit kirchlichen Segen von ganz oben die Fastenzeit um einiges angenehmer ohne zu sündigen.
  • Starkbier war allerdings lange Zeit den kirchlichen Vertretern vorbehalten, denn ursprünglich war es den Mönchen verboten, das kräftige Bier an Personen auszuschenken, die nicht zum Kloster gehörten.
  • Erst im Jahr 1780 erlaubte Kurfürst Karl-Theodor dann auch den öffentlichen Ausschank. Wohl auch, weil sich die Mönche sowieso nicht an das Verbot hielten.

Heute ist das Starkbier und die damit verbundenen Feste überall ein fester Bestandteil der 'vorösterlichen Fastenzeit'.

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