Wandern rund um den Gibacht

Bei dieser Wanderung am Bergmassiv des Gibacht (936 m) an der bayerisch-böhmischen Grenze, erlebt ihr Natur und Kultur im Einklang. 

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Rundwanderung am Gibacht von Voithenberg

Der Rundweg beginnt links vom Gasthaus und führt in nördlicher Richtung durch leicht ansteigendes Gelände bis zum sogenannten Pfennig-Felsen (895 m). 

Hier ist an einem Felsen ein kleines bewegliches Türchen angebracht, hinter welches die Wanderer Münzen einlegen in der Hoffnung, dass sie gesund an diesen Ort zurückkehren.
Von hier bietet sich eine herrliche Aussicht hinunter auf Waldmünchen und das Ulrichsgrüner Tal, hinüber auf das Bergdorf Herzogau (679 m), weiter zum Schwarzwihrberg (706 m) bei Rötz sowie auf den Schneeberg (765 m) und den Frauenstein (865 m) oberhalb von Tiefenbach.

Nach dem Pfennigfelsen schleicht sich der Weg auf einem alten Schmugglersteig zur Landesgrenze und der
Unterstellhütte beim Drei-Wappen-Felsen (901 m).
In den Felsen sind von links die Wappen des Churfürstentums Bayern (CB), des Königreichs Böhmen (KB) und des
Herzogtums Pfalz (HP) mit der Jahreszahl 1766 eingemeißelt und erinnern an die damalige Abmarkung der Grenze zwischen Bayern und Böhmen. Grundlage hierfür war der Grenzvertrag vom 3. März 1764, den die österreichische Kaiserin Maria Theresia (damals zugleich böhmische Königin und als solche handelte) und der bayerische Kurfürst Max III. Joseph geschlossen hatten und mit dem die jahrhundertelangen Streitigkeiten über den genauen Grenzverlauf unblutig beendet wurden.

Vom Drei-Wappen-Felsen verläuft der Wanderweg auf der Kammlinie in südlicher Richtung allmählich ansteigend bis zum wuchtigen Kreuzfelsen, der mit 938 m die höchste Erhebung des Gibacht-Bergzuges darstellt.
Hier hat die Bergwacht Furth im Wald 1952 ein Gipfelkreuz errichtet, das 1986 und zuletzt im Jahre 2016 erneuert wurde. Es liegt ein Gipfelbuch auf. Vom Kreuzfelsen geht der Blick hinüber ins Nachbarland Tschechien auf den Cerchov (1.042 m) mit seinem Aussichtsturm, ein lohnenswertes Wanderziel mit phänomenaler Rundumsicht nach Ostbayern und Westböhmen.

Nach dem Kreuzfelsen geht es weiter, bis die südliche Dominante des Bergmassivs Gibacht erreicht wird, das Reiseck (902 m). Von dem gläsernen Gipfelkreuz öffnet sich ein wunderbares Panorama auf den Oberen Bayerischen Wald: Im Tal die Stadt Furth im Wald, umgeben von den Gemeinden Arnschwang, Eschlkam und Neukirchen b. Hl. Blut mit ihren zugehörigen Dörfern, Einöden und Weilern.
Einrahmung bildet ein Bergkranz: der Osser (1.293 m), der Hohen Bogen (1.079 m) überragt vom Großen Arber (1.456 m), dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes, der Kaitersberg (1.192 m) und der Haidstein (742 m).

Nun wendet sich der Weg nach Westen und führt hinüber zu einem schroffen Felsrücken, dem Tannenriegel (910 m).  Auf seinem höchsten Punkt befindet sich ein etwa 3,5 hoher Turm, der „Leuchtturm der Menschlichkeit“, gemauert mit Steinen aus der ganzen Welt. Eine traumhafte Aussicht weit hinaus nach Westen über das oberpfälzische Hügelland, hinunter auf Gleißenberg, auch das bayerische Meran genannt, auf die Ortschaften Lixenried, Bogen, Gschwand, Ried, in das Chambtal und die Chamer Bucht und schließlich hinüber zum Hienerberg (780 m) mit dem Rosshof und seinen Wiesen.

Mehr Infos zum Gibacht Bergmassiv.

Weitere Informationen:

Touristinfo Furth im Wald
Schloßplatz 1,  93437 Furth im Wald - Tel. +49 9973 50980

Touristinfo Waldmünchen
Marktplatz 16, 93449 Waldmünchen, Tel. +49 9972 30725