Haustaferl im Markt
Haustaferl weisen zu Denkmälern im Markt
Auf Initiative der Untergriesbacher Wald-Vereinssektion entstanden 14 Taferl, die seit September 23 an historisch bedeutenden Häusern im Marktbereich hängen.
Fest stand von vornherein, dass der Kulturwart der Wald-Vereinssektion, Heinrich Köberl, die Texte verfassen werde. Nachforschungen in den online gestellten Pfarrmatrikeln und besonders in den Steuerkatastern des 19. sowie 20. Jahrhunderts im Staatsarchiv Landshut waren dafĂĽr ebenso notwendig wie Absprachen mit den Hausbesitzern, mit dem Kirchenpfleger Hans-Peter Lang, dem BĂĽrgermeister Hermann Duschl sowie dem Kreisheimatpfleger Georg Schurm.Â
Ganz am Anfang standen Überlegungen, welche 14 Gebäude in Frage kommen würden. Das Gremium entschied sich für die Pfarrkirche, den Pfarrhof und das frühere Schul- und Mesnerhaus, das jetzt als Pfarrheim genutzt wird, sowie die Röhrndlkapelle aufgrund ihrer kunsthistorischen Bedeutung. Fürs Ortsbild prägende und möglichst nicht baulich verschandelte bürgerliche Gebäude am Marktplatz und an der Marktstraße sollten ebenso dabei sein. Häuser mit früheren Bewohnern, die für Wirtschaft und/oder Kultur im Ort bedeutend waren, wie das Bräuhaus, das Binderhaus, die Häuser der Leinenhändler Franz und Balthasar Jungwirth sowie des Händlers und Tabakproduzenten Johann Georg Saxinger ergänzen die Liste. Dass jenes Haus dazugehören muss, das im Kern (nach der Kirche) die älteste Bausubstanz aufweist, das hat Kreisheimatpfleger Georg Schurm bald nahegelegt.
Jeder Tafeltext beginnt mit der historischen Hausnummer nach dem Grundsteuerkataster von 1843. Es folgen der historische Name des Hauses und die Gewerbekonzessionen bei den Bürgerhäusern, so vorhanden, nach dem „Häuser- und Rustikalsteuerkataster für die Steuergemeinde Griesbach“ von 1809. Es schließen sich meist eine Kurzbeschreibung des Gebäudes und die Angabe der Größe des landwirtschaftlichen Grundbesitzes nach dem „Grundsteuerkataster“ von 1843 an. Dann folgt ein geschichtlicher Überblick über die früheren Besitzer des Gebäudes und die Nutzung unter ihnen bis gut zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit dem farbigen Gemeindewappen, dem roten Passauer Wolf, heraldisch links aufsteigend, findet der Text aller Tafeln seinen optischen Abschluss.
Beim Tag des offenen Denkmals am 10. September 2023 enthüllte Bürgermeister Hermann Duschl gemeinsam mit Altbürgermeister Günther Kohl und Marktgemeinderätin Annelies Seibold-Lallinger die Tafel von „Griesbach 100“, also der Pfarrkirche, bevor der Rundgang zu 13 Häusern mit Tafeln begann. Hier erfuhren die interessierten „Mitwanderer“ nicht nur von dem, was auf den Taferln steht, sondern auch viel von den Hintergründen.
ANMERKUNG:
Gefördert wurden die Haustaferl über die „ILE (= Integrierte Ländliche Entwicklung) Abteiland“ aus dem Topf "Kleinprojekt kultureller Art".
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BĂĽrger- und TourismusbĂĽro
Marktplatz 22
94107 Untergriesbach