Die Eidechse

Kleine Reptilie in trockenen Lebensräumen! Eidechsen besitzen einen besonderen 'Schutzmechanismus' gegenüber Fressfeinden: Sie haben eine sogenannte Sollbruchstelle im Schwanzbereich!

Wird die Eidechse am Schwanz gepackt, so bricht er ein dieser Stelle ab. Während das abgebrochene Schwanzteil den Angreifer ablenkt, kann die Eidechse fliehen. Der Schwanz wächst zwar nach, die Schwanzwirbel werden jedoch durch Knorpel ersetzt. 

Die Zauneidechse

  • ist die bekannteste und wohl am meisten verbreitete aller Eidechsen. Man findet sie häufig auf Steinen in trockenem, sonnigem offenen Gelände, an Böschungen, Kahlschlägen oder an Waldrändern.
  • Ihr Körper wirkt gedrungen, ihre Oberseite ist braun mit einem dunklen Mittelstreifen und hellen, dunkel gerandeten Flecken. Diese sind in Längsreihen daneben angeordnet. 
  • Männchen und Weibchen unterscheidet man dadurch, dass die Bauchseite beim Männchen grünlich, beim Weibchen gelblich weiß ist. Während der Paarungszeit ist das Männchen an den Seiten und unten auffallend grün. 
  • Da sie sich von Insekten, Spinnen und Würmern ernährt, überwintert sie ab Ende September bis März in Erdhöhlen oder Spalten. Manchmal kann ihr das auch zum Verhängnis werden: Werden z. B. an alten Gemäuern Mauerspalten während dieser Zeit zugespachtelt, wird sie 'lebendig begraben'. 

Die Östliche 'Smaragdeidechse' 

  • ist besonders farbenprächtig und daher hat sie auch ihren Namen. Denn zur Paarungszeit leuchtet die Kehle der Männchen smaragd- oder türkisgrün
  • Im Gegensatz zur Zauneidechse gibt es sie in Deutschland nur sehr selten. In Bayern findet man sie an der Donau unterhalb von Passau im Naturschutzgebiet Donauleiten. Das Naturerlebniszentrum 'Haus am Strom' bietet Führungen ins Naturschutzgebiet an!  
  • Die Smaragdeidechse kommt (typischerweise) nicht in Südpolen und Tschechien vor. Ihr Verbreitungsgebiet liegt eher südöstlich von uns: Österreich, Slowenien, Nordost-Italien, Balkan, Ukraine, Türkei.
  • In Deutschland gilt sie als vom Aussterben bedroht. Ursache sind die Intensivierung der Landwirtschaft, der Ausbau von Verkehrswegen oder die Verbuschung bzw. Aufforstung von halboffenen Habitaten. Möglicherweise spielt auch der Wegfang durch 'Liebhaber' eine Rolle.
  • Sie ernähren sich von größeren Insekten, Spinnen, Asseln, Schnecken von kleineren Wirbeltieren, aber auch Reptilieneier und -jungtiere sowie von Beeren.
  • Die Smaragdeidechse ist die größte mitteleuropäische Eidechsenart. Die Männchen können bis zu 40 cm erreichen.